Datenschutz in Stellenbörsen im Internet

Keine Frage, wer seinen Job verliert und den ersten Schock verdaut hat, der wird sich schleunigst auf die Suche nach einer neuen Einkommensquelle machen und sich weniger mit den Problemen einer Online-Stellenbörse beim Datenschutz auseinandersetzen. Und so wird der Stellensucher -nahezu zwangsläufig – irgendwann auch bei der Stellenbörse der Jobcenter landen. Dort wird er auch schnell fündig: Das Angebot ist groß, die Handhabung verständlich. Selbst regionale Umkreissuchen ermöglicht das Portal der Arbeitsagentur. Allerdings – der Datenschutz ist lage Zeit die Achillesferse des Job-Portals gewesen. Es ist noch gar nicht so lange her, als mit schöner Regelmäßigkeit Hiobsbotschaften über Bewerberdaten durch die Gazetten wanderten, die ihren Weg in wenig seriöse Hände fanden. So etwa der Fall eines “Arbeitgebers” der hunderte von Stellenangeboten in die Stellenbörse einstellte, ohne auch nur eine einige davon besetzen zu wollen. Ihm ging es ausschließlich um die Namen und Kontaktdaten der Stellensuchenden – und die bekam er durch die Bewerbungen dann auch frei Haus geliefert. Immerhin, dabei handelt es sich nicht um ein echtes Datenschutzproblem, da die Bewerber selbst ihre Daten zur Verfügung stellten. Doch dass es dem potentiellen Stellenanbieter so leicht war, eine derart unglaubwürdige Zahl von Stellen zu annoncieren, wirft schon ein schlechtes Licht auf das Job-Portal.

Noch schlimmer allerdings, dass es etlichen Arbeitgebern problemlos möglich war, auch die Daten von Stellensuchenden in Erfahrung zu bringen, die ihr Bewerberprofil eigentlich anonymisiert hatten. Hier sah sich die Bundesagentur für Arbeit in einem Zwiespalt: Datenschutz auf der einen Seite, eine möglichst erfolgreiche Stellenbörse auf der anderen Seite.

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