In Polen gibt es ein geniales Wintersportzentrum

Der Fremdenverkehr stellt in Polen inzwischen einen der wichtigsten Wirtschaftszweige dar. Wer in das Land reist, interessiert sich in der Regel wahlweise für die Metropolen und ihre Kulturgeschichte oder für die Natur, die man in den diversen Nationalparks kennen lernen kann. Die Ermland-Mausuren, Westpommern, Kleinpolen, Niederschlesien und das Karpatenvorland stehen im Ranking der bevorzugten Urlaubsziele an erster Stelle. Wassersportfreunde fahren gerne an die Ostsee und die Seenplatte, um da ihrer Begeisterung zu frönen. Selbst im Winter kann man in Polen Ferien machen, als das Wintersportzentrum schlechthin gilt Zakopane.

Die Masuren liegen auf dem Gebiet des früheren Ostpreußen im Norden Polens. Heute sind die Masuren das größte Seengebiet Polens und sind deshalb für alle attraktiv, die in und am Wasser Urlaub machen wollen. In dieser Region waren früher deutsche und polnische Stämme ansässig. Das sieht man insbesondere daran, wie sich die Sprache entwickelt hat. Dort wurde bekanntlich nicht nur Deutsch, sondern auch die masurische Sprache als Lingua franca benutzt. Masurisch, das zu den slawischen Sprachen gehört, übernahm viele Wörter aus dem Deutschen, war in seinem Klang in der Tat dem Polnischen sehr nahe. Bis dato wurde noch nicht eindeutig erforscht, wie der Name “Masuren” entstand. Auf der einen Seite könnte die Bezeichnung des Nachbarlandes Masowien dafür verantwortlich zeichnen, demgegenüber wird der Volksstamm der Mazei für die Herleitung des Namens herangezogen. Spricht man in der deutschen Sprache von “den Masuren”, ist man nicht ganz fehlerfrei. Bei der Bezeichnung dieser Gegend in Polen wird kein Artikel verwendet. Es heißt daher nur “Masuren”. Ganz besonders eignen sich die Großen Masurischen Seen zum Kajakfahren. Die Landschaft dieser Gegend ist sehr beeindruckend und lädt zu vielerlei sportlichen Tätigkeiten ein. Entlang der Krutynia erstreckt sich die Strecke, die traumhafte Ausblicke verspricht und deshalb bei Kajakfahrern zu den Favoriten gehört. Will man lieber auf dem Trockenen bleiben, kann man zu Fuß oder auf dem Sattel seines Rades Touren machen, um da die Natur in ihrer Einzigartigkeit zu genießen.

Wen es eher in die Berge zieht, der sollte das Karpatenvorland detaillierter unter die Lupe nehmen. Bieszczady und Beskid Niski, zwei Gebirgsformationen, die im Südosten liegen, sind ein zusätzlicher Hinweis, um die Berglandschaft Polens zu erforschen. Ein Teil der Ostbeskiden, die Bieszczady, befinden sich im Grenzgebiet zwischen Polen und der Slowakei und zählen damit zu beiden Ländern. Als Waldkarpaten werden die Ostbeskiden häufig betitelt, weil hier die Baumbestände sehr groß sind. Der Bieszczady-Nationalpark ist mit seinem Areal von mehr als 29.000 Hektar immerhin der größte Gebirgsnationalpark in Polen. Die Berghänge sind von Wäldern aus Weißtannen und Buchen gesäumt, wohingegen weiter unten in den Tälern Auenwiesen und Bachauenwälder die Landschaft prägen. Insbesondere große Tierarten, die in anderen Regionen des mittleren Europa bereits fast ausgestorben sind, finden in diesem Areal ein Zufluchtsort, in denen sich ihr Bestand erneut erholen kann. Braunbär, Wolf, Luchs, Wildkatze, Wisent, Biber und Fischotter finden an diesem Ort ein Zuhause, von den Vogelarten sind Steinadler und Schwarzstorch zu nennen. Die Bieszczady-Berge bieten vor allen Dingen den Braunbären in Polen wichtigen Schutz. Von ihnen gibt es noch geschätzte 50 Tiere im Naturpark.

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