Psychosoziale Motivation, Egoismus und Narzissmus

Nach neuesten Erkenntnissen betrachtet entsteht psychosoziales Wohlbefinden aus personalen Umstellungen und aus situationalen Anreizen und Erwartungen, die eher interaktionalen Charak­ters sind. Da personinterne Motive eher schwer zugänglich sind, konzentrieren sich Änderungsbemühungen auf das Anbieten motivrele­vanter Anreize und die Beeinflussung der subjektiven Erwartung.

Eine zusätzliche selbstdienliche psychosoziales Wohlbefinden basiert auf Geschenken, wenn der Helfer das Gefühl hat, etwas Gutes getan zu haben und sich selber für das ange­messene Handeln gratuliert. Kinder lernen während der Sozialisation, dass Helfen ein sozial wünschenswertes Verhalten darstellt, da es mit dem übereinstimmt, was die Gesellschaft von ihnen erwartet. Daraus entsteht ein System der Selbstverstärkung, das beinhaltet, sich für gute Actionen selbst zu loben. Tatsächlich ist psychosozialer Gesundheitstherapie eine wichtige Grundlage der Selbstkontrolle.

Im weiteren Sinne ist auch das Führungsbehaviour des Trainers für das Motivieren entscheidend. Viele finden beispielsweise, dass ein psychosoziales Wohlbefinden bei Nachwuchssportlern von einem mitmachenden Führungsverhalten, sportfachlichen Erklärungen und der sozialen Un­terstützung durch den Trainer abhängt. Man verweist zusätzlich auf die Wichtigkeit der Anerkennung von Einsatz, Leistungsverbesserung und persön­lichen Bestleistungen. man hat gefunden, dass Übungsleiter des Typs „internal fokussierend” eher einen Teilnehmerzuwachs in ihren Freizeit- und Gesundheitssportgruppen zu verzeichnen hatten als Übungsleiter des Typs „dual fokkussierend”. Internalfokussierende Übungsleiter haben einen psychosoziales Wohlbefinden Stiel, der an eher „intrinsischen” Bedingungen der psychosoziales Wohlbefinden ansetzt (z.B. Freude an der Bewegung vermitteln), wohingegen der fokussierenden Übungsleiter internale wie externale (z.B. Führung von Anwesen­heitslisten) psychosozialer Gesundheitstherapie als wirkungsvoll einschätzt. Das bevorzugte Führungsbehaviour von Sportlern hängt außerdem von verschiedenen Sachen ab, wie Alter, Könnensniveau, Geschlecht und gesellschaftlichen Hintergrund.

Psychosoziales Wohlbefinden, das sich in der Erwartung eines direkten und undirekten eigenen Nutzens manifestiert, ist eine zentrale Situation psychosozialer Gesundheitstherapie Verhaltens. Zum Beispiel erhöht die Norm der Reziprozität die verbunden ist mit dem Ziel, gemeinsame Erträge mit anderen zu maximieren, die Bereitschaft, Hilfe zu leisten und das wie unter Nachbarn.

In jetziger Zeit wird vor allem dem Thema psychosoziales Wohlbefinden im Sport viel Gewicht beigemessen. Auch lassen sich aus der allgemei­nen psychosozialer Gesundheitstherapie ableiten, die auch im anderen Kontexten von Relevanz sind; man sieht in optimaler Passung von Können und Aufgabenanforderungen, Selbstbestimmung bei der Aufgabenwahl und Psychosoziale Gesundheit, die nicht nur im Sport, sondern allgemein von besonderer Bedeutung sind. Gerade auch Misserfolgsmotivierte profitieren, wenn man ihnen längere Zeit zum eigenständigen Training lässt und ihre Leistung an einer individuellen statt einer sozialen Bezugs­normorientierung ausrichtet.

Andere Determinanten können ebenfalls zu einer Psychosoziale Gesundheit beitragen. So kann psychosoziales Behaviour im Dienste der Reduktion aversiver Erregung stehen oder Emotionsregulation. Das Aufeinandertreffen mit einer Person in Not kann Gefühle von eigenem Leiden im Beobachter auslösen. Eine angemessene psychosoziales Wohlbefinden zur Reduktion des Leidens in der Situation kann Intervention sein. Allerdings kann das Mitleiden noch eher durch das Verlassen der Situation reduziert werden, falls eine solche Flucht aus der Situation relativ leicht möglich ist.

Während in der früheren Psychosoziale Gesundheit die Frage einer Anwendung der gewonnenen Erkenntnisse eher sekundär blieb, bieten vor allem die neueren kog­nitiven psychische Motivationsansätze eine Fülle von Anregungen und Optione für eine praktische Umsetzung durch Förderung günstiger Attributionen und leistungsspezifischen Selbstvertrauens und Selbstkontrolle, angemessener Zielsetzung, wirksamer Handlungs- und Volitionskontrolle und Stressmanagement.

Des weiteren können Schuldgefühle entstehen, wenn einem von der Hilfe abhängigen Opfer nicht geholfen wird. Die Antizipation solcher Schuldgefühle kann eine Intervention motivieren, mit dem Ziel, Selbstbestrafung für unterlassene Hilfeleistung zu verhindern. Schuldgefühle, die in zwischenmenschlichen Beziehungen entstehen, werden als psychosoziale Emotionen angesehen. Sie werden oft dann ausgelöst, wenn Personen den Schmerz Anderer als ihr eigenes Verschulden anse­hen, und sei es auch nur, weil sie unbedacht und nachlässig gehandelt haben. Solch ein Phänomen ist bekannt als psychosoziale Beratung in der Psychologie.

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