Ist Viscose eine Kunst- oder Naturfaser und schwitzt man in Viscose-Bekleidung?

Bei der Oberbekleidung, insbesondere T-Shirts, Hosen, Wäsche findet sich oft das Etikett Viscose, auch Viskose geschrieben, zu 100% verarbeitet oder mit anderen Beimischungen, etwa Polyester, Lycra, Elastan, Spandex, ja sogar Baumwolle oder Leinen. Um festzustellen, ob man in Viscose schwitzt oder ob die Faser Feuchtigkeit ableiten kann wie Baumwolle, Leinen, Seide sollte man wissen, um was für eine Faser es sich hierbei handelt.
Viscose wird aus Holz gewonnen. Es ist deshalb eine Zellulose-Faser. Trotzdem ist es kein Naturstoff, denn das Holz wird durch verschiedene chemische Prozesse so umgewandelt, dass daraus ein honiggelber, zähflüssiger (viscoser) Brei entsteht (daher auch der Name). Der wird dann durch feine Düsen gespritzt (wie bei einem Duschkopf) und der erkaltete Faden kann zum Viscose-Garn weiterverarbeitet werden. Da aber der Grundstoff Holz (Zellulose) ist hat die spätere Viscose-Faser einige typische Eigenschaften, die man bei pflanzlichen Fasern findet.
So kann sie eine Menge Wasser aufnehmen. Das heißt, sie saugt den Schweiß auf und man fühlt sich trocken, im Gegensatz zu den meisten rein chemischen Fasern, an denen die Feuchtigkeit einfach runterläuft und zwischen Körper und Bekleidung als nasser Film bestehen bleibt, der als unangenehm empfunden wird.

Daher ist Viscose auch wunderbar für Jersey-Stoffe geeignet, aus denen man leichte Bekleidung für den Sommer herstellt, wie etwa T-Shirts, Leggins, leichte Sommerröcke und -Kleider und auch für Unterwäsche, da man in Viscose-Jersey nicht schwitzt. Setzt man der Viscose noch Elasthan bei, erhöht sich die Rücksprungkraft des Jerseystoffes und er beult nicht aus. Solcher Art hochwertige Elastic-Jersey-Stoffe kann man mittlerweile auch im Internet kaufen, zum Beispiel bei aachen-stoffe.de/Standardstoffe/Jersey-Vi-leicht/.

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