Die Geschichte der Tomate

Diese fabelhafte, nahrhafte Frucht ist gemeinhin als Gemüse bekannt. Es ist schwer, zu glauben, dass eine so weit verbreitete Nahrungsquelle früher als tödlich giftig galt. Tomaten sind das ganze Jahr in frischer und konservierter Form verfügbar und gibt es keinen Mangel an Einsatzmöglichkeiten für dieses vielseitige „Gemüse.”

Entdeckung der Tomate

Die Tomate stammt aus dem westlichen Süd- und Mittelamerika. Im Jahr 1519 entdeckte Cortez die ersten Tomatenfrüchte in Montezumas Gärten und brachte Samen nach Europa zurück. Hier wurden die ersten  Tomaten als Zier-Kuriositäten angepflanzt, aber nicht gegessen. Als Mitglied der Tollkirschenfamilie wurden Tomaten zunächst fälschlicherweise für giftig gehalten. Die meisten Europäer standen der scheinenden Frucht folglich misstrauisch gegenüber. Die damals existierenden Sorten waren in etwa so klein wie Kirschtomaten und wahrscheinlich gelb anstatt rot. Die erste Beschreibung der Tomate stammt aus Italien: In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts beschrieb der italienische Arzt und Botaniker Pietro Andrea Matthioli die Frucht als „Pomi d’oro“ (Goldener Apfel).

Verbreitung der Tomate

Die Italiener waren die Ersten, die diese Früchte in die heimische Küche integrierten – möglicherweise schon im 16. Jahrhundert. Doch nicht alle Teile Europas umarmten die fremdartige Frucht so schnell.

Noch im 17. und 18. Jahrhundert galt der „Goldene Apfel“ in vielen Teilen Europas als reine Zierpflanze mit medizinischen Anwendungsmöglichkeiten. In Großbritannien wurde die Tomate erst Mitte des 18. Jahrhunderts Bestandteil der heimischen Küche. Um 1900 war die Tomate auch in Deutschland verbreitet: Sie wurde vor allem in Suppen, Saucen und Salaten verwendet. 1897 kam der US-Suppenmogul Joseph Campbell auf die Idee, kondensierte Tomatensuppe in Konservendosen zu verkaufen. Die Erfindung brachte dem Unternehmen, der „Joseph Campbell & Co.“, viel Ruhm und Erfolg ein.

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