Immer mehr Deutsche reagieren allergisch auf Inhaltsstoffe von Getreide

In der heutigen Gesellschaft ist nach neuesten Untersuchungen jeder 100. bis 300. in Mitteleuropa davon betroffen und Gewichtsverlust, Mangelsymptome wie auch Verdauungsstörungen sind im schlimmsten Fall die Folge. Gemeint ist Zöliakie, ebenso als Sprue oder auch Weizenallergie bekannt und hinter dem Ausdruck verbirgt sich eine Autoimmunkrankheit. Infolge einer Reaktion auf die in Gluten beinhalteten löslichen Inhaltsstoffe, als Klebereiweiß bezeichnet, welche beim Vermischen und anschließenden Vermengen von Getreidemehl mit Wasser freigesetzt werden, entzündet sich bei Erkrankten die Dünndarmschleimhaut. Nach heutigem Wissensstand wird das Klebereiweiß von dem Abwehrsystem anscheinend als Feind angesehen und – neben vielen körpereigenen Strukturen – angegriffen, wodurch diese Entzündung und in weiterer Folge Schädigung des Dünndarms der an Sprue leidenden Personen herbeigeführt wird. Während der Dünndarm eines normalen Erwachsenen mehr als hundert Quadratmeter Oberfläche hat, bilden sich bei jedem an Zöliakie erkrankten Menschen die Dünndarmzotten, fingerförmige winzige Pinselchen der Schleimhaut, zurück und die dadurch verringerte Oberfläche kann Nahrungsmittel keinesfalls mehr ausreichend aufnehmen, vor allem Fette, Kohlenhydrate, Mineralstoffe und Vitamine können dem Körper nur mehr erschwert zugeführt werden. Zudem kann es zu einer Entziehung von Wasser, Elektrolyten und Eiweiß kommen, so dass aufgrund dieser Mangelerscheinungen der Erkrankungsverlauf der Zöliakie auch häufig mit Anämie oder auch Osteoporose einhergeht. Obwohl der Erbumstand bei der Autoimmunerkrankung eine riesige Rolle spielt, gibt es aber auch zahlreiche, welche zwar die erbliche Veranlagung besitzen, bei denen es aber niemals zu solch einem Ausbruch der Erkrankung kommt. In mehr als 80 % der Erkrankten sind diese Anzeichen außerdem so leicht ausgeprägt, dass diese Allergie gar nicht bemerkt wird und infolgedessen gibt es weit mehr Menschen, welche überhaupt nichts von ihrer Erkrankung ahnen, als diese, bei denen die Diagnose diagnostiziert ist. Erste Hinweise auf die Unverträglichkeit Gluten kann stellenweise ein unangenehmer Hautausschlag an Knien, Ellbogen oder auch Gesäßbacken sein, doch mithilfe einer Hautbiopsie kann Zöliakie in der heutigen Zeit zweifelsfrei entdeckt werden. Ein Heilmittel existiert derzeit noch nicht, deshalb sollten Betroffene auf alle Nahrungsmittel, welche Gluten beeinhalten verzichten und dazu gehören mit Sicherheit alle Getreideprodukte, die aus Weizen, Roggen und Gerste wie auch deren Kreuzungen produziert wurden.

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