Portwein – genussvollster Exportschlager Portugals

Der Name des Portweins leitet sich von der nordportugiesischen Stadt Porto ab. An den steilen Ufern des Flusses Douro wachsen und gedeihen die Reben, deren Trauben für die Herstellung des berühmten Portweins verwendet werden. Das wunderschöne Douro-Tal wurde im Dezember 2001 durch die UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Ungefähr einhundert verschiedene Rebsorten findet man an den steilen Schieferterrassen, die das Douro-Tal bereits seit Jahrtausenden prägen. Ungefähr die Hälfte davon ist für die Herstellung des Portweins zugelassen. Darunter finden sich unter anderem der Tinta Roriz (Temperillo) sowie der Tinto Cao.

Während des Gärungsprozesses wird dem Wein hochprozentiger Weinbrand beigemischt. Die Gärung stoppt und eine Restsüße bleibt erhalten. Je weiter der Wein bereits vergoren ist, desto weniger Branntwein wird hinzugefügt, da bereits ein höherer Alkoholgehalt aus der Gärung vorhanden ist. Der endgültige Portwein hat einen höheren Alkoholgehalt (18 bis 22 % Alkoholvolumen) und ist deshalb haltbarer als normale Weine.

Beim Portwein gibt es verschiedene Sorten, die abhängig sind von der Rebsorte, dem Reifungsgrad sowie der Restsüße. Zu den Sorten, die aus roten Trauben hergestellt werden, gehört neben dem Ruby Port auch der Tawny Port. Beide Sorten reifen etwa drei Jahre, bevor sie in den Handel kommen. Jahrgangsweine, die aus qualitativ höherwertigen Grundweinen verschnitten sind und mindestens 3-4 Jahre gereift sind, kommen mit der Bezeichnung Premium Ruby in den Handel. Der Premium Tawny hatte mindestens 7 Jahre Zeit, um auszureifen.

Die Süßegrade beim Portwein werden nach sehr süß (very sweet oder muito doce), süß (sweet oder doce), halb trocken (semy dry oder meio seco), trocken (dry oder seco) und sehr trocken (extra dry oder extra seco) unterschieden. Portwein wird als Aperitif, zum Essen oder als Digestiv genossen. Aber nicht nur im Glas macht der edle Südländer eine gute Figur. Denn auch zum Verfeinern von Wild- und Geflügelgerichten, von Süßspeisen und Kuchen schätzen ihn Gourmets beim Kochen und Backen.

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