Auf Wanderschuhen das Vorarlberger Klostertal entdecken

Für Natur- und Wanderfreunde ideal ist das Klostertal in Vorarlberg. Verkehrstechnisch günstig zwischen Arlberg und Bludenz gelegen und damit von Deutschland, der Schweiz und aus Tirol schnell und einfach erreichbar lohnt es sich hier einen Wanderurlaub zu verbringen.
Die ausgeschilderten bis zu 250 Kilometer Wanderwege bergen zahlreiche Highlights, die sich nicht auf ein Mal entdecken lassen. Aber es lohnt sich, diese Highlights nach und nach unter die Wanderschuhe zu nehmen. Alleine, zu Zweit, mit Freunden oder mit der ganzen Familie. Selbst unerfahrene Bergwanderer werden jedes Highlight genießen können.

Wenn Wandern und Lernen sich ergänzen
Das Ziel der Wanderung ist der Lehrwanderweg Braz. Zu sehen gibt es alpine Landwirtschaften, weite Wiesen und Wälder, das wunderbare Natur- und Landschaftsschutzgebiet. Am besten gelingt der Start am Golfhotel “Traube Braz Alpen”. Von dort aus sind zwischen 710 und 1.200 Höhenmeter zu erleben, die sich auf eine gemütliche Gehweite von rund zwei Stunden aufteilen. Die gesamte Länge: rund vier Kilometer. Vorbei an 40 Tafeln, die das gesamte Gebirgstal lehrreich und interessant beschreiben. Die kulinarische Zwischenstation im Gasthof Rössle lohnt sich ganz besonders. Und mit dem Bus, der Linie 90, geht es abschließend zurück zum Ausgangsort. Diese Tour eignet sich für Kind und Kegel.

Wo das Rauschen des Wasser wie Musik ist
Wasserfälle üben immer eine ganz besondere Anziehungskraft aus. Zum Beispiel auf Familien, die den höchsten Wasserfall Vorarlbergs für sich entdecken möchten. Dalaas heißt der Ort, die Wanderung beginnt direkt am “Gasthof Krone”. Der Weg ist natürlich ausgeschildert, Verlaufen ist also unmöglich. Über die Parzelle Müß geht es zunächst bis nach Innerbraz, sehenswerter Begleiter ist der Fluss Alfenz. Hat man sich am Wasserfall satt gesehen, bringt einen die Buslinie 90 gemütlich wieder zurück zum Ausgangspunkt. Für diese etwas mehr als fünf Kilometer lange Strecke sollten rund zwei Stunden Gehzeit eingeplant werden.

Alle Klostertaler Berge im Blick
Gerade Kinder, aber auch die Erwachsenen, lieben diese Wanderung, bei der die Klostertaler Berge im Brennpunkt der rund 8-stündigen Tour stehen. Die Talstation “Sonnenkopfbahn” lässt sich bequem erreichen, dort beginnt das markierte Erlebnis auf einem Fußweg, der durch die Schattenmähder führt. Danach will das Bärentobel entdeckt werden, der Mitbewerber Mälzer Maisäß wartet bereits und entlässt die Besucher zur Parzelle Garmauscha. Die Gemeindestraße ist schnell gefunden, es geht zur Talsohle, von der aus es nicht mehr weit bis zum Ausgangspunkt Sonnenkopfbahn ist. Zu bewältigen waren immerhin 916 bis 1.121 Höhenmeter, die landschaftlichen Eindrücke aber werden definitiv lange in Erinnerung bleiben.

Die Ravensburger Hütte ist eine kleine Herausforderung
Rund 15 Kilometer sind von Klösterle aus, wo die Tour am ortsansässigen Tourismusbüro beginnt, zu bewältigen. Aber jeder Schritt wird sich lohnen, denn die Ravensburger Hütte ist wahrlich eine sehens- und genießenswerte Einladung auf einer Berghöhe von rund 1.950 Meter. Unterwegs will die Wäldletobelbrücke entdeckt werden und der Fußmarsch entlang des Alpbachs entführt direkt zur Alpe Grabs. Dann heißt es: “Rechts halten, bitte”, denn es wartet bereits der Spullersee. Ab jetzt wird die Wanderung zu einem Spaziergang, der an der Ravensburger Hütte endet. Vor sich der See, darf jetzt die Speise- und Getränkekarte entdeckt werden, um die Wasserlandschaft nach dem Essen zu umrunden. Darauf freuen sich auch die Kinder, mit denen es nun auf den Rückweg, stets am Spreubach entlang, nach Wald geht. Jetzt muss nur der alte Eisenbahndamm bewältigt werden, bevor die rund fünf Stunden dauernde Wanderung in Klösterle wieder endet. “Das hat Spaß gemacht!” So wird das Fazit von Allen garantiert lauten.

Und immer wieder lockt der Roggelskopf
Es wird anspruchsvoll. Es wird markant. Es wird abwechslungsreich. Genau so lässt sich die Bergtour auf den Roggelskopf beschreiben. Der Berg selbst bleibt immer im Blick, bereits eingangs des Klostertals. Der Wanderbus “Formarinsee” in Lech bringt die Wanderer sicher und bequem zur Freiburger Hütte. Ab dann darf gewandert und gekraxelt werden. Es geht auf den Mansonweg, bis der Grat unterhalb des Gwurfjoch auf die Bergschuhtritte seiner Bezwinger wartet. Ist das anschließende Schotterfeld gequert, beginnt auch schon der anspruchsvolle Teil der insgesamt sieben Kilometer langen und bergalpinen Wanderung. Spätestens jetzt sollten auch Kinder eine gute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit beweisen, denn bis zum Gipfelaufbau ist es ein steiniger Anstieg. Teilweise müssen Seilsicherungen bewältigt werden, es geht über als leicht eingestufte Kletterstellen, den Gipfel des Roggelkopf immer vor Augen. Zur Belohnung werden die Bergläufer von der fantastischen Aussicht auf dem Gipfel verwöhnt. Zu diesem Zeitpunkt ist eine Höhe von 2.245 Meter erreicht und es bleibt der Rückweg, der über die gleiche Route zurück zur Freiburger Hütte führt. Etwas Ausruhen ist dann wieder im Bus “Formarinsee” angesagt, in dem man die rund fünf Stunden Gehzeit noch einmal Revue passieren lässt.

Wo eine schaurige Legende lebendig wird
Eine aussichtsreiche und mittelschwere Bergwanderung entführt ins Vorarlberger Montanfon, wo das Ziel “Küngs Maisäß” auf die Besucher wartet. Alle sollten unbedingt festes Schuhwerk tragen, um die Tour im Ort Dalaas beginnen zu können. Vom Gasthof Krone aus geht es in richtung Schützenhaus, bis dahin muss ein gesicherter Klettersteig überwunden werden. Die dazugehörige Felswand ist übrigens der “Brazer Stein”. Die folgenden, weit geschwungenen Serpentinen führen durch den abwechslungsreichen Hochwald, bis Küngs Maisäß erreicht ist. 941 Höhenmeter liegen hinter den Wanderern, talwärts geht es wieder hinunter über Kristberg, dem Ort, wo die gotische Knappenkirche die schaurige Legende von toten Kindern lebendig werden lässt. Der Ausgangspunkt in Dalaas ist danach über das Bruderhüsle wieder zügig erreicht und rund sechs Stunden reine Wanderzeit können dann ganz in Ruhe ausklingen.

Linktipps:
Allgemeine Informationen über das Klostertal: Klostertal.org
Übernachten im Klostertal: Frühstückspension Walch

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