Mare Adriaticum

Das Mare adriaticum trennt als nördlicher Nebenarm des Mittelmeeres den so genannten Italienischen Stiefel von Balkan. Von ihrer Nordostspitze, dem Golf von Triest, bis zur Straße von Otranto im Süden ist die Adria etwa 800 km lang und bis zu 220 km breit. Sie unterteilt sich in ein nördliches und ein südliches Becken. Die beiden werden auf der Höhe des Monte Gargano von einem Sattel, der unter dem Meeresspiegel liegt, getrennt. Das südliche Adriabecken ist vor Bari bis zu 1645 m tief. Das nördliches hingegen ist wesentlich flacher: Vor Ancora erreicht das Meer eine riesige Tiefe von 80 m, vor der Halbinsel Istrien sind es nur noch 50 m und ganz im Norden der Adria nur noch wenige Meter.
Im Sommer ist die nördliche Adria eine riesige flache Badewanne, deren Wasser im Durchschnitt 24°C warm wird. Ganzanders im Winter: Dann sinkt die Temperatur der oberflächennahen Wasserschichten schon mal auf 7°C ab. Aufgrund der starken Süßwasserzufuhr liegt der Salzgehalt der nördlichen Adria Gezeiten durchaus spürbar. Im golf von Triest beträgt der Tidenhub 30 – 100 cm. Allerdings sind die Gezeiten unterschiedlich stark ausgebildet, so dass es örtlich bisweilen nur ein Hoch- bzw. Niedrigwasser am Tag gibt.
Der Strand, das ist Herz eines jeden Seebades, mit den vielen Badeanstalten schon fast selbst zu einer kleinen Stadt geworden. Ohne Liegestühle – fein ordentlich in zehn, vielleicht auch 15 oder gar 20 Reihen unterteilt, ist er gar nicht denkbar, auch nicht ohne Cafés und Imbissstände, Volleyball-, Tischtennis und Kinderspielplätze, Duschen und Toiletten. Sicher, dazwischen gibt es an der Adriaküste auch wieder Abschnitte ohne die »bagni«, doch die sind meistens deutlich weniger attraktiv. Abends, wenn sich der Sandstreifen geleert hat, verlagert sich das Geschehen an die Strandpromenade. Spätestens mit Einbruch der Dunkelheit verwandelt sich der breite Uferstreifen in einen Laufsteg, auf dem man den Urlaubstag mit einem guten Gelato beschließt. hotel grado

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