Das Glockenspiel

Als Mallet-Instrument (Stabspiel) gehört das Glockenspiel zur Instrumentengruppe der Metallophone, Instrumente, die aus einer Reihe von Metallplatten bestehen, Klöppel werden durch Schlagen dazu verwendet, um dann einen Klang zu erzeugen. Glockenspiel gilt als Bezeichnung sowohl für das vorgestellte Mallet-Instrument, ähnlich dem Xylophon, als auch für das Carillon, bei dem chromatisch Glocken mittels Klaviatur so angeordnet sind, dass man sie gesteuert anspielen kann, sowie für ein (Kirchen)Turmglockenspiel (Spieluhr), bei dem eine feste Melodie zu bestimmten Zeiten abgespielt wird.

Die Länge und Dicke der in Reihe angeordnetten Metallplatten – bzw. Stäbe beim eigentlichen Glockenspiel bestimmt dann entsprechend die Tonhöhe. Angeschlagen wird solch ein Glockenspiel durch ein oder mehrere (meist zwei) Holz- oder Plastikschlägel. Dabei entsteht ein harmonischer, heller Klang unterschiedlicher Tonhöhe. Moderne Glockenspiele haben zur zusätzlichen Klangintensivierung noch einen Resonanzkörper (Gehäuse unterhalb des Steges der Metallplatten) und/oder ein Pedal. Das Glockenspiel kommt häufig in Schulen im Musikunterricht als Lernmittel zum Einsatz. Aufgrund der equivalenten Optik wird es fälschlicher Weise sehr oft mit dem Xylophon, diese bestehen komplett aus Holz, nicht partiell aus Metal, verwechselt, außerdem ist der Klang höher und das Objekt selbst kleiner, als ein Xylophon. Direkter “Verwandter” des Glockenspiels ist die Lyra, welche meist ausschließlich als Melodieinstrument bei (Militär)Paraden Verwendung findet und teilweise der griechischen Lyra nachempfunden ist.

Glockenspiele sind, aufgrund der breiten Verwendung, relativ populär. Die Bedienung ist einfach und es kommt in vielen Genres zum Einsatz, z.b. im Jazz, Hip Hop, Kindermusik, Weltmusik, Kammermusik und Klassik, bestes Beispiel ist hierbei die Verwendung eines Glockenspiels in Mozarts Zauberflöte.

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