Die Rotbuche – der Baum der Liebenden

Die Rotbuche mit dem wissenschaftlichen NamenFagus sylvatica  ist ein in Europa heimischer Laubbaum. Das Verbreitungsgebiet verläuft von den britischen Inseln bis nach Russland und von Süd-Skandinavien bis in die Gebirge Süd-Europas. Die Rotbuche gedeiht vor allem auf „alten“, unbearbeiteten Böden und nicht auf nährstoffarmen. Auch in den höherenFlusstälern und Innendünen gedeihen die Rotbuchen auf natürlichenBöden. Die meisten Rotbuchen sind jedoch angepflanzt. Alte Ortsnamen erinnern noch oftan die Buchen. In der Niederlande erinnern Orte wie Boxtel, Boekel und Boekelo noch an die Buche. In Deutschland kennt man den Ort Buckow, gebildet von buk = Rotbuche. Damit wird deutlich, dass die Rotbuche im Mittelalter besonders oft vorkam.
Als junger Baum passt sich die Rotbuche hervorragend an die äußeren Umstände seines schattenreichen Standortes an. Die Buche liebt die Sonne, ist jedoch sehr empfindlich, wenn in der näheren Umgebung andere Pflanzen entfernt werden, ihre Rinde kann dann sogar einen “Sonnenbrand” bekommen.
Eine Rotbuche entwickelt während der Blüte sowohl männliche, als auch weibliche Blüten. Die männlichenBlüten der Buchen sind herunterhängende Büschel, die weiblichen Blüten stehen aufrecht und entwickeln aus den Blütenständen drei rosafarbene Narben. Die Bestäubung findet durch den Wind statt. Nach der Befruchtung entwickeln sich in den Fruchtständen die Bucheckern. Nach Reifung öffnen sich diese und fallen die Bucheckern auf den Boden. Die Bucheckern werden unter anderem von Eichhörnchen verteilt, die die Eckern als Wintervorrat nutzen. Rotbuchen werden vielfältig als Alleebaum gepflanzt und können so sehr wichtig für eine offene Landschaft sein. Sie können 200 bis 300 Jahre alt werden und überleben so mehrere Menschenleben. Das ist einer der Gründe, warum Liebende oft ihre Namen in die Rinde des Baums schnitzen. Dieses Baumzeichen wird dann ihr Leben lang sichtbar sein und ein Symbol ihrer Liebe darstellen. Ein weiterer Grund für Liebespärchen sind die männlichen und weiblichen Blüten, die der Baum gleichzeitig trägt.

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