Historische und moderne Tätowiertechniken

Tattoos haben seit Jahrtausenden die Entwicklung der Menschheit begleitet, standen für eine bestimmte Lebensform oder Philosophie oder signalisierten die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe. Häufig wurden auch Sklaven und Gefangene tätowiert. Die Tätowierung eignete sich bei letzteren deshalb besonders gut, weil die Tattootechnik seit ihren Anfängen Farben und damit Motive so unter die Haut brachten, dass diese nicht mehr verschwanden, schon gar nicht abgewaschen werden konnten. Schon immer wurde bei der Tätowiertechnik das Tattoo auf mechanische Weise in die Haut eingebracht: durch Zupfen, Klopfen aber auch durch Einritzen der Haut mit einem scharfen Gegenstand, so dass die Farbpartikel über die Wunden unter die Haut dringen konnten. Für die Färbung wurde früher auf typische Naturmaterialien zurückgegriffen: Holzkohle, farbige Pflanzenteile, farbige Erde.
Je nach Kultur und geographischer Lage wurden beim Tätowieren unterschiedliche Instrumente und Techniken angewendet.

So benutzte man beispielsweise in Polynesien einen spitz zugefeilten Meißel aus Vogelknochen, Perlmutt oder Hai- bzw. Walzahn und ein Holzstöckchen. Über diesen spitzen Meißel wurde ein aus Nüssen gewonnener schwarzer Farbstoff in die Haut geklopft. In anderen Regionen wurden auch Dornen und Stacheln eingesetzt, um kleine Verletzungen herbeizuführen, durch welche die Farbpartikel unter die Haut dringen konnten. In Japan verwendetet man schon früh feine Nadeln, die in einem Holzstab getrieben worden waren. Bei den Inuit wurden ebenfalls Nadeln eingesetzt, doch verwendeten diese einen rußigen Faden, der unter der Haut durchgezogen dort seine Spuren hinterließ.
Die Stichtechnik hat sich im Laufe der Zeit gegenüber den anderen durchgesetzt und wurde immer weiter verfeinert bis Thomas Edison im Jahre 1877 ein Gravurgerät entwickelte, das dem amerikanischen Tätowierer Samuel O´Reilly 1891 bei der Erfindung der „Tattooing Machine“ Pate stand.
Heutzutage werden die Motive mit viel Sorgfalt aufgetragen wobei zuerst eine Konturierung des Motivs erfolgt. Danach wird die Schattierung gesetzt, welche eine räumliche Wirkung erzielt, und schließlich die homogenen Flächen ausgestaltet. Dabei können unterschiedliche Farbtöne zum Einsatz kommen, die mittels einer feinen Nadel durch die Oberhaut in die darunter liegende Lederhaut eingebracht werden. Dabei kommen auch heute vielfach elektrische Tätowiermaschinen zum Einsatz.
Diese Maschinen und anderes Zubehör, erwirbt man möglichst in einem vertrauenswürdigen Shop wie tattoobedarf.de, da an die Geräte und Instrumente höchste Ansprüche gestellt werden, damit die Motive professionell aussehen, andererseits aber auch keine Komplikationen entstehen.

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