Dämmen mit Steinwolle

Sei es durch Familienzuwachs, ein neues Hobby oder aus einem anderen Grund. Manchmal ist auf einmal nicht mehr genug nutzbarer Raum im Haus vorhanden. Da fällt das Augenmerk des handwerklich ambitionierten Hausbesitzers schnell auf den ungenutzten Dachboden. Den auszubauen ist dank der heute üblichen Möglichkeiten der Leichtbauweise für viele Menschen kein Problem mehr.

Allerdings sind zuvor, einige grundsätzliche Fragen zu klären. Die erste ist die Wahl des Dämmstoffes. In der heutigen Zeit wählen die meisten Menschen Mineralwolle aus. Hartschaumstoffe sind zwar auch eine gute Alternative, sind aber wesentlich schwieriger zu verarbeiten als Filzplatten aus Steinwolle oder Glaswolle. Während Hartschaumstoffe entweder mit spezielle Gerätschaften aufgebracht oder passgenau zugeschnitten werden müssen, können Filzplatten einfach zwischen die Balken des Dachstuhls geklemmt werden. Da man sie stark zusammenpressen kann, ist die Frage des passgenauen Zuschnitts nicht ganz so wichtig. Und wenn sie richtig eingeklemmt wurden, haften sie von selbst und müssen nicht weiter befestigt werden. Im Bezug auf Preis, Verarbeitung und Dämmfähigkeit unterscheiden sich die beiden Stoffe nicht besonders. Allerdings reizt Glaswolle die Haut und die Atemwege stärker. Die winzig kleinen Glasfasern bohren sich bei der Verarbeitung wie feinste Nadeln in die Haut und jucken fast unerträglich. Außerdem ist Steinwolle unbrennbar während Glaswolle im Brandfall schmelzen kann. Die Liste der Nachteile die beiden Dämmstoffen gemein sind beinhaltet z.B. den auffallenden Dämmverlust beim Kontakt mit Feuchtigkeit. Dazu gehört auch kondensierende Atemluft aus dem Innenraum. Daher ist das Anbringen einer Dampfbremse unerlässlich. Außerdem wird ihren Fasern eine krebserregende Wirkung nachgesagt. Sowohl Glas- als auch Steinwolle als Dämmstoffe sind zudem nicht kompostierbar. Asbest Test im Labor durchführen lassen.Ob Floor Flex Platten oder Dach Asbest.Ein Test ist sinnvoll

Die Vorteile sind jedoch auch nicht unerheblich. Gerade Steinwolle ist absolut schimmelresistent und neigt nicht zum Schädlingsbefall. Dies ist nicht nur bei der Verarbeitung ein Vorteil. Sie kann aufgrund dessen auch sehr unaufwendig und lange gelagert werden. Außerdem isoliert sie hervorragen sowohl gegen Hitze als auch gegen Kälte. Trotzdem ist sorgfältiges Arbeiten bei der Verlegung angebracht. Geschieht diese nämlich nicht absolut winddicht, ist davon auszugehen, dass die Atemluft später durch die Fasern der Dämmstoffe kontaminiert ist. Eine krebserregende Wirkung wie bei Asbest konnte jedoch auch hier bisher weder bei Glaswolle noch bei Steinwolle überzeugend nachgewiesen werden. Für Allergiker kann sich hier jedoch schon eher ein Problem ergeben.
Neuere Alternativen zu den Mineralwollen sind ökologische Dämmstoffe wie z.B. Schafwolle. Aus Kostengesichtspunkten ist hier jedoch keine ernsthafte Konkurrenz zu fürchten.

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