Die verschiedenen Arten des Ab-Hof-Verkaufs

Immer mehr Konsumenten möchten biologische Lebensmittel direkt aus ihrer Region kaufen. Zum einen bieten verschiedene Supermarktketten Produktlinien auf diesem Gebiet an, zum anderen sieht man aber auch den sogenannten Ab-Hof-Verkauf immer häufiger.

Was ist der Ab-Hof-Verkauf?

Beim Ab-Hof-Verkauf handelt es sich um eine Möglichkeit zur Direktvermarktung von Produkten von landwirtschaftlichen Betrieben. Der Landwirt stellt die Produkte selbst her, Eine Lieferung an Zwischenhändler (Fleischhändler, Molkereien, Gemüsegroßhändler etc.) entfällt. Die Kunden kaufen also direkt beim Landwirt bzw. am Bauernhof ein, anstatt die Produkte zum Beispiel im Supermarkt zu erwerben.

Der Hofladen

Der Ab-Hof-Verkauf ist auf verschiedene Arten möglich. Die bekannteste und älteste Form des Ab-Hof-Verkaufes ist der klassische Hofladen. Direkt am Bauernhof wird ein Verkaufslokal eingerichtet wo die Kunden die landwirtschaftlichen Produkte erwerben können. Die Öffnungszeiten können dabei variieren, manche Hofläden haben regelmäßige fixe Öffnungszeiten wie andere Lebensmittelläden auch, andere öffen nur an bestimmten Wochentagen oder nur zu bestimmten Zeiten im Jahr (zum Beispiel während des Sommers oder während der Erntezeit).

Ab-Hof-Verkauf mit Verkaufsautomaten

Eine Erweiterung bzw. Ergänzung des klassischen Hofladens ist der Verkauf mittels Verkaufsautomaten. Grundsätzlich gibt es diese Form des Ab-Hof-Verkaufs schon länger, so kennt man beispielsweise Milchautomaten bei denen man rund um die Uhr Milch kaufen konnte in vielen ländlichen Gegenden schon lange. Heutige Automaten sind aber wesentlich vielseitiger und ermöglichen es, das gesamte Warensortiment des Bauernhofs mit diesen Automaten zu verkaufen.

Ein Beispiel dafür ist beispielsweise die Firma Elmer aus Ober-Grafendorf in Niederösterreich. Unter der Marke Farmvend stellt das Unternehmen digitale Verkaufsautomaten für den Ab-Hof-Verkauf her die es ermöglichen, alle Arten von landwirtschaftlichen Produkten damit zu verkaufen.

Verkaufsautomaten bieten grundsätzlich mehrere Vorteile. Zum einen wäre hier die Unabhängigkeit von Öffungszeiten zu nennen, ein Verkauf ist rund um die Uhr möglich. Damit können die Öffnungszeiten im Hofladen reduziert werden (was Personalkosten spart), manche Betriebe verzichten überhaupt ganz auf den Hofladen.
Oft werden Verkaufsautomaten auch als ergänzendes Angebot genutzt. Der Hofladen hat zum Beispiel 1 oder 2 Tage in der Woche geöffnet, während der restlichen Zeit werden die Produkte über die Verkaufsautomaten verkauft.

Ab-Hof-Verkauf über einen Onlineshop

Eine Form des Ab-Hof-Verkaufs die noch relativ neu ist ist der Onlinehandel. Immer mehr landwirtschaftliche Betriebe betreiben eigene Onlineshops und vertreiben ihre Produkte darüber. Dabei können die Produkte sowohl online bestellt werden und werden vom Landwirt dann auch direkt versendet, oder es ist auch Click and Collect möglich. Der Kunde bestellt also im Onlinehop, holt die Produkte dann aber beim Hofladen selbst ab.
Hier ist auch eine Kombination mit Verkaufsautomaten möglich, manche Automaten können direkt an den Onlineshop angebunden werden und ermöglich so die Abholung im Onlineshop gekaufter Artikel.

Wie man sieht gibt es verschiedene Möglichkeiten des Ab-Hof-Verkaufs, neben dem klassischen Hofladen werden vor allem auch die automationsgestützten Varianten immer mehr. Es ist daher abzusehen dass immer mehr Landwirte ihre Produkte (auch) direkt ab Hof anbieten werden.

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