Wechseljahre können Blasenschwäche begünstigen

Auch wenn “Menopause” sich nicht gerade negativ anhört, leiden doch viele Frauen unter den Begleiterscheinungen der Wechseljahre. Gerade dann auch, wenn es zu plötzlichem unkontrollierten Harnverlust kommt. Es kann passieren, dass die Umstellung des Hormonhaushaltes ihren Tribut fordert.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es bei Blasenschwäche?
Zum Glück ist Harninkontinenz keine zwangsläufige Nebenwirkung, wenn eine Frau in die Wechseljahre kommt. Um den Östrogenmangel auszugleichen, werden den Betroffenen Tabletten, Zäpfchen oder Salben angeboten. Durch diese Mittel wird die Blase besser durchblutet und das Gewebe hält sich länger elastisch. So bleibt die so wichtige Lebensqualität erhalten. Gute Erfolge können auch mit regelmäßigem Beckenbodentraining erreicht werden.
Sind auch Frauen, die nicht in den Wechseljahren sind, davon betroffen?
Laut Daniela Schultz-Lampel, Professorin und Direktorin am Kontinenz-Zentrum in Villingen, stellen ungefähr zwei Drittel aller Frauen, die sich in der Menopause befinden, Beeinträchtigungen der eigenen Kontinenz fest. Doch auch Frauen, die sich noch nicht in den Wechseljahren befinden, können betroffen sein. Die Altersgruppen der 45 Jahre klagen auch über Blasenschwäche – ca. ein Viertel ist betroffen. Während bei den 80- bis 90-jährigen Frauen es schon über 60 % sind. Hier können aber vielerlei Ursachen dazu führen, beispielsweise eine Demenzerkrankung.
Wie wirkt sich ein geschwächter Beckenboden auf die Blasenschwäche aus?
Ein schwacher Beckenboden ist, gerade in der Menopause, oft die Ursache für Harninkontinenz. Es kann eine Spätfolge der Schwangerschaft sein oder es haben Unterleibsoperationen in der Vergangenheit stattgefunden. Da kann dann schon ein Niesen, das Heben von schweren Kisten oder einfaches Treppensteigen dazu führen, dass Wasser verloren wird. Auch kann eine ererbte Bindegewebsschwäche oder starkes Übergewicht den Beckenboden schwächen und zu Inkontinenz führen. Hier ist es wichtig, dem unfreiwilligen Harnabgang mit gezieltem Beckenbodentraining entgegenzuwirken. Ebenso sollte die Blase trainiert und versucht werden, dem Harndrang nicht gleich nachzugeben. Anleitungen und weitere Hinweise zum Beckenbodentraining finden Sie auch auf tena.de.

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