Wie es zu so vielen Tauchunfällen kommt

Das Tauchen ist eigentlich eine ungefährliche Sportart, so lange man sich an die grundlegenden Sicherheitsregeln hält. Zu Tauchunfällen kommt es eigentlich nur dann, wenn diese nicht eingehalten werden. Viele Unfälle passieren bei Weltrekordversuchen (wie erst vor zwei Wochen ein tödlich verunglückter Taucher bei einem Weltrekordversuch im Apnoetauchen unter dem Eis) oder in Fällen von Selbstüberschätzung.

Wer gerne sicher tauchen möchte, sollte folgende Regeln beachten:
Gute Tauchausbildung: Es ist sehr wichtig, dass man eine seriöse Tauchschule auswählt, die nicht bloss darauf abzielt, mit den Tauchschülern Geld zu verdienen, sondern die den Spass am Tauchen vermittelt und die sich um jeden einzelnen Tauchschüler gebührend kümmert. Die Sicherheitsregeln werden in den ersten Stunden der Tauchausbildung vermittelt, zuerst theoretisch, anschliessend praktisch. Dabei wird zum Beispiel ein sicherer Notaufstieg oder auch eine ohne-Luft-Situation simuliert. Am Schluss des Kurses sollten die Tauchschüler diese Skills wie im Schlafe beherrschen. Merkt man während einem Tauchkurs, dass der Tauchlehrer nicht genügend Wert auf eine solide, sichere Ausbildung legt, sollte man ihn unbedingt darauf ansprechen. In vielen Fällen handelt es sich dabei um eine Tauchausbildung, welche im Urlaub gemacht wird. Von diesem ist im Allgemeinen eher abzuraten, obwohl es hier natürlich auch viele sehr positive Ausnahmen gibt. Am besten schaut man sich einmal im Forum Tauchen von divePIT die vielen Themen und Beiträge zu den verschiedenen Tauchschulen an, dort gibt es nämlich viele Erfahrungsberichte und man kann somit auch als Anfänger herausfinden, ob man evtl. in einer unseriösen Tauchschule ausgebildet wird.
Nicht über den eigenen Fähigkeiten tauchen: In der Tauchausbildung lernt man, dass man nicht über seinen eigenen Fähigkeiten tauchen soll. So ist für einen Tauchanfänger vorgeschrieben, dass er eine bestimmte Tiefe (20m bei PADI) nicht überschreiten darf und dass er nur mit einem Buddy zusammen tauchen darf. Zudem ist es wichtig, in einem neuen Tauchgebiet sich von einem ortskundigen Guide beraten zu lasen. Dieser kann vor den Gefahren warnen und auf Besonderheiten der Tauchplätze hinweisen. Dies ist unter anderem bei Abwärtsströmungen oder angriffslustigen Tieren in der Balz- oder Brutphase sehr wichtig. Am besten ist es, wenn der Guide sogar mittaucht, um auch unter Wasser bei Problemen behilflich zu sein.
Tier- und Pflanzenwelt: Auf die Tier- und Pflanzenwelt sollte man vorbereitet sein. Welche Tiere befinden sich zur Zeit in der Brut- oder Balzphase und könnten ein aggressives Verhalten an den Tag legen? Welche Tiere und Pflanzen sollte man auf keinen Fall anfassen? Was soll man tun, wenn ein Hai zu aufdringlich und nervös wird? Auf diese und mehr Fragen sollte man sich vor einem Tauchgang vorbereiten und mit dem Buddy zusammen besprechen, sodass beide gleich reagieren.

Werden alle diese Sicherheitsregeln beim Tauchen im In- oder Ausland eingehalten, ist das Tauchen eine wenig gefährliche Sportart und es kommt zu wenigen Tauchunfällen.

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